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Johannes kapitel 19 - DE_historischeElberfelderBibel | Bibel-lesen.com

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  • Johannes 4-6  

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Johannes kapitel 19
Buch
Kapitel
Kommentar
1
Dann nahm nun Pilatus Jesum und lie├č gei├čelte ihn.
2
Und die Kriegsknechte flochten eine Krone aus Dornen und setzten sie auf sein Haupt und warfen ihm ein Purpurkleid um;
3
und sie kamen zu ihm und sagten: Sei gegr├╝├čt, K├Ânig der Juden! und sie gaben ihm Backenstreiche.
4
Und Pilatus ging wieder hinaus und spricht zu ihnen: Siehe, ich f├╝hre ihn zu euch heraus, auf da├č ihr wisset, da├č ich keinerlei Schuld an ihm finde.
5
Jesus nun ging hinaus, die Dornenkrone und das Purpurkleid tragend. Und er spricht zu ihnen: Siehe, der Mensch!
6
Als ihn nun die Hohenpriester und die Diener sahen, schrieen sie und sagten: Kreuzige, kreuzige ihn! Pilatus spricht zu ihnen: Nehmet ihr ihn hin und kreuziget ihn, denn ich finde keine Schuld an ihm.
7
Die Juden antworteten ihm: Wir haben ein Gesetz, und nach unserem Gesetz mu├č er sterben, weil er sich selbst zu Gottes Sohn gemacht hat.
8
Als nun Pilatus dieses Wort h├Ârte, f├╝rchtete er sich noch mehr;
9
und er ging wieder hinein in das Pr├Ątorium und spricht zu Jesu: Wo bist du her? Jesus aber gab ihm keine Antwort.
10
Da spricht Pilatus zu ihm: Redest du nicht mit mir? Wei├čt du nicht, da├č ich Gewalt habe, dich loszugeben, und Gewalt habe, dich zu kreuzigen?
11
Jesus antwortete: Du h├Ąttest keinerlei Gewalt wider mich, wenn sie dir nicht von oben gegeben w├Ąre; darum hat der, welcher mich dir ├╝berliefert hat, gr├Â├čere S├╝nde.
12
Von da an suchte Pilatus ihn loszugeben. Die Juden aber schrieen und sagten: Wenn du diesen losgibst, bist du des Kaisers Freund nicht; jeder, der sich selbst zum K├Ânig macht, spricht (d. h. erkl├Ąrt sich, lehnt sich auf) wider den Kaiser.
13
Als nun Pilatus diese Worte h├Ârte, f├╝hrte er Jesum hinaus und setzte sich auf den Richterstuhl an einen Ort, genannt Steinpflaster, auf hebr├Ąisch aber Gabbatha.
14
Es war aber R├╝sttag des Passah; es war um die sechste Stunde. Und er spricht zu den Juden: Siehe, euer K├Ânig!
15
Sie aber schrieen: Hinweg, hinweg! (Eig. Nimm weg, nimm weg) kreuzige ihn! Pilatus spricht zu ihnen: Euren K├Ânig soll ich kreuzigen? Die Hohenpriester antworteten: Wir haben keinen K├Ânig, als nur den Kaiser.
16
Dann nun ├╝berlieferte er ihn denselben, auf da├č er gekreuzigt w├╝rde. Sie aber nahmen Jesum hin und f├╝hrten ihn fort.
17
Und sein (O. nach and. Lesart: sich selbst das) Kreuz tragend, ging er hinaus nach der St├Ątte, genannt Sch├Ądelst├Ątte, die auf hebr├Ąisch Golgatha hei├čt,
18
wo sie ihn kreuzigten, und zwei andere mit ihm, auf dieser und auf jener Seite, Jesum aber in der Mitte.
19
Pilatus schrieb aber auch eine ├ťberschrift und setzte sie auf das Kreuz. Es war aber geschrieben: Jesus, der Nazar├Ąer, der K├Ânig der Juden.
20
Diese ├ťberschrift nun lasen viele von den Juden, denn die St├Ątte, wo Jesus gekreuzigt wurde, war nahe bei der Stadt; (O. der Ort der Stadt, wo? wurde, war nahe) und es war geschrieben auf hebr├Ąisch, griechisch und lateinisch.
21
Die Hohenpriester der Juden sagten nun zu Pilatus: Schreibe nicht: Der K├Ânig der Juden, sondern da├č jener gesagt hat: Ich bin K├Ânig der Juden.
22
Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, habe ich geschrieben.
23
Die Kriegsknechte nun nahmen, als sie Jesum gekreuzigt hatten, seine Kleider (und machten vier Teile, einem jeden Kriegsknecht einen Teil) und den Leibrock. (O. das Unterkleid) Der Leibrock aber war ohne Naht, von oben an durchweg gewebt.
24
Da sprachen sie zueinander: La├čt uns ihn nicht zerrei├čen, sondern um ihn losen, wessen er sein soll; auf da├č die Schrift erf├╝llt w├╝rde, welche spricht: "Sie haben meine Kleider unter sich verteilt, und ├╝ber mein Gewand haben sie das Los geworfen". (Ps. 22,18) Die Kriegsknechte nun haben dies getan.
25
Es standen aber bei dem Kreuze Jesu seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, des Kleopas Weib, und Maria Magdalene. (d. i. von Magdala; so auch Kap. 20,1. 18.)
26
Als nun Jesus die Mutter sah und den J├╝nger, welchen er liebte, dabeistehen, spricht er zu seiner Mutter: Weib, siehe, dein Sohn!
27
Dann spricht er zu dem J├╝nger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der J├╝nger zu sich. (Eig. in das Seinige)
28
Danach, da Jesus wu├čte, da├č alles schon vollbracht war, spricht er, auf da├č die Schrift erf├╝llt w├╝rde: Mich d├╝rstet!
29
Es stand nun daselbst ein Gef├Ą├č voll Essig. Sie aber f├╝llten einen Schwamm mit Essig und legten ihn um einen Ysop und brachten ihn an seinen Mund.
30
Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! und er neigte das Haupt und ├╝bergab den Geist.
31
Die Juden nun baten den Pilatus, damit die Leiber nicht am Sabbath am Kreuze blieben, weil es R├╝sttag war (denn der Tag jenes Sabbaths war gro├č), da├č ihre Beine gebrochen (O. zerschlagen; so auch v 32. 33.) und sie abgenommen werden m├Âchten.
32
Da kamen die Kriegsknechte und brachen die Beine des ersten und des anderen, der mit ihm gekreuzigt war.
33
Als sie aber zu Jesu kamen und sahen, da├č er schon gestorben war, brachen sie ihm die Beine nicht,
34
sondern einer der Kriegsknechte durchbohrte mit einem Speer seine Seite, und alsbald kam Blut und Wasser heraus.
35
Und der es gesehen hat, hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahrhaftig; und er wei├č, da├č er sagt, was wahr ist, auf da├č auch ihr glaubet.
36
Denn dies geschah, auf da├č die Schrift erf├╝llt w├╝rde: "Kein Bein von ihm wird zerbrochen werden". (2. Mose 12,46; Ps. 34,20)
37
Und wiederum sagt eine andere Schrift: "Sie werden den anschauen, welchen sie durchstochen haben". (Sach. 12,10)
38
Nach diesem aber bat Joseph von Arimathia, der ein J├╝nger Jesu war, aber aus Furcht vor den Juden ein verborgener, den Pilatus, da├č er den Leib Jesu abnehmen d├╝rfe. Und Pilatus erlaubte es. Er kam nun und nahm den Leib Jesu ab.
39
Es kam aber auch Nikodemus, der zuerst bei Nacht zu Jesu gekommen war, und brachte eine Mischung von Myrrhe und Aloe, bei hundert Pfund.
40
Sie nahmen nun den Leib Jesu und wickelten ihn in leinene T├╝cher mit den Spezereien, wie es bei den Juden Sitte ist, zum Begr├Ąbnis zuzubereiten.
41
Es war aber an dem Orte, wo er gekreuzigt wurde, ein Garten, und in dem Garten eine neue Gruft, in welche noch nie jemand gelegt worden war.
42
Dorthin nun, wegen des R├╝sttags der Juden, weil die Gruft nahe war, legten sie Jesum.
   

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