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Lukas kapitel 22 - DE_Pattlochbibel2teRev | Bibel-lesen.com

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  • Lukas 4-6  

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Lukas kapitel 22
Buch
Kapitel
Kommentar
1
Es nahte das Fest der Unges├Ąuerten Brote, genannt Pascha,
2
und die Hohenpriester und Schriftgelehrten suchten nach einer M├Âglichkeit, wie sie ihn ums Leben bringen k├Ânnten; sie hatten n├Ąmlich Furcht vor dem Volke.
3
Da fuhr der Satan in Judas, genannt Iskariot, einen von den Zw├Âlfen,
4
und er ging hin, besprach sich mit den Hohenpriestern und den Offizieren, auf welche Weise er ihn an sie ├╝berliefern k├Ânnte.
5
Diese freuten sich und kamen ├╝berein, ihm Geld zu geben.
6
Er war einverstanden und suchte eine g├╝nstige Gelegenheit, um ihn ohne Beisein des Volkes zu ├╝berliefern.
7
Es kam der Tag der Unges├Ąuerten Brote, an dem das Paschalamm zu schlachten war,
8
und er schickte den Petrus und Johannes weg und sprach: "Geht hin und bereitet uns das Pascha, damit wir es essen."
9
Sie aber sagten zu ihm: "Wo willst du, da├č wir es bereiten?"
10
Er sprach zu ihnen: "Seht, wenn ihr hineinkommt in die Stadt, wird euch einer begegnen, der einen Wasserkrug tr├Ągt; folgt ihm in das Haus, in das er hineingeht,
11
und sagt zu dem Herrn des Hauses: Der Meister l├Ą├čt dir sagen: Wo ist die Herberge, in der ich mit meinen J├╝ngern das Pascha essen kann?
12
Er wird euch ein gro├čes Obergemach zeigen, versehen mit Polstern; dort sollt ihr es bereiten."
13
Sie gingen hin, fanden es, wie er ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Pascha.
14
Und als die Stunde kam, lie├č er sich zu Tische nieder und die Apostel mit ihm.
15
Er sprach zu ihnen: "Sehnlichst habe ich danach verlangt, dieses Pascha mit euch zu essen, bevor ich leide.
16
Denn ich sage euch: Nicht mehr werde ich davon essen, bis es seine Erf├╝llung findet im Reiche Gottes."
17
Und er nahm einen Kelch, sprach das Dankgebet und sagte: "Nehmt hin und teilt ihn unter euch!
18
Denn ich sage euch: Nicht mehr werde ich trinken von der Frucht des Weinstockes, bis das Reich Gottes kommt."
19
Und er nahm Brot, sprach das Dankgebet, brach es und gab es ihnen mit den Worten: "Das ist mein Leib, der f├╝r euch hingegeben wird. Tut dies zu meinem Ged├Ąchtnis!"
20
Ebenso nahm er nach dem Mahle aus dem Kelch und sprach: "Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blute, das f├╝r euch vergossen wird.
21
Doch seht, die Hand dessen, der mich verr├Ąt, ist mit mir auf dem Tische!
22
Der Menschensohn geht zwar hin, wie es beschlossen ist; doch wehe jenem Menschen, durch den er verraten wird."
23
Da sprachen sie erregt miteinander, wer von ihnen es wohl sei, der solches tun k├Ânnte.
24
Es war auch ein Streit unter ihnen entstanden, wer von ihnen als der Gr├Â├čte gelte.
25
Er aber sprach zu ihnen: "Die K├Ânige der Heidenv├Âlker spielen den Herrn ├╝ber sie, und die Gewalthaber lassen sich "Gn├Ądige Herren" nennen.
26
Ihr seid nicht so; sondern der Gr├Â├čte unter euch werde wie der Kleinste und der Gebietende wie der Dienende.
27
Denn wer ist gr├Â├čer, der zu Tische liegt oder der Dienende? Nicht wahr, der zu Tische liegt? Ich aber bin in eurer Mitte wie der Dienende.
28
Ihr seid es, die mit mir ausgehalten haben in meinen Pr├╝fungen,
29
und so ├╝bertrage ich euch, wie es mir mein Vater ├╝bertrug, das Reich:
30
Ihr sollt essen und trinken an meinem Tische in meinem Reich und auf Thronen sitzen und die zw├Âlf St├Ąmme von Israel richten.
31
Simon, Simon, siehe, der Satan hat verlangt, euch sieben zu d├╝rfen wie den Weizen.
32
Ich aber habe f├╝r dich gebetet, da├č nicht nachlasse dein Glaube, und du wiederum st├Ąrke dereinst deine Br├╝der."
33
Er aber sagte zu ihm: "Herr, mit dir bin ich bereit, auch in den Kerker, ja in den Tod zu gehen."
34
Er entgegnete: "Ich sage dir, Petrus: Der Hahn wird heute nicht kr├Ąhen, bis du dreimal geleugnet hast, mich zu kennen."
35
Und er sprach zu ihnen: "Als ich euch aussandte, ohne Beutel, Tasche und Schuhe, habt ihr da Not gelitten an etwas?"
36
Sie erwiderten: "An nichts." Da sprach er zu ihnen: "Jetzt aber soll, wer einen Beutel hat, ihn an sich nehmen, ebenso auch die Tasche; und wer es nicht schon hat, der verkaufe seinen Mantel und kaufe daf├╝r ein Schwert.
37
Denn ich sage euch: Es mu├č das Schriftwort erf├╝llt werden an mir, n├Ąmlich dieses: "Und er wurde unter die Verbrecher gerechnet" (Is 53,12). Denn was sich auf mich bezieht, geht in Erf├╝llung."
38
Sie sprachen: "Herr, siehe, zwei Schwerter sind hier!" Er aber sagte: "Es ist genug."
39
Dann ging er hinaus und begab sich seiner Gewohnheit gem├Ą├č an den ├ľlberg; es gingen mit ihm auch die J├╝nger.
40
Als er dort angelangt war, sprach er zu ihnen: "Betet, da├č ihr nicht in Versuchung fallet!"
41
Er entfernte sich von ihnen etwa einen Steinwurf weit, kniete nieder und betete:
42
"Vater, wenn es dein Wille ist, so la├č diesen Kelch an mir vor├╝bergehen; doch nicht mein Wille geschehe, sondern der deine!"
43
Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und st├Ąrkte ihn. Und als er in Angst geriet, betete er noch eindringlicher,
44
und es wurde sein Schwei├č wie Blutstropfen, die niederrannen zur Erde.
45
Als er aufstand vom Gebete und zu seinen J├╝ngern kam, fand er sie schlafend vor Kummer,
46
und er sprach zu ihnen: "Warum schlaft ihr? Steht auf und betet, damit ihr nicht in Versuchung fallt."
47
W├Ąhrend er noch redete, siehe, da kam eine Schar, und einer von den Zw├Âlfen, Judas mit Namen, ging ihnen voran. Er n├Ąherte sich Jesus, um ihn zu k├╝ssen.
48
Jesus aber sprach zu ihm: "Judas, mit einem Kusse verr├Ątst du den Menschensohn?"
49
Als seine Gef├Ąhrten sahen, was bevorstand, sagten sie: "Herr, sollen wir mit dem Schwerte dreinschlagen?"
50
Und einer von ihnen schlug nach dem Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm das rechte Ohr ab.
51
Jesus aber entgegnete: "La├čt ab, nicht weiter!" Und er ber├╝hrte das Ohr und heilte ihn.
52
Zu den Hohenpriestern aber, den Tempeloffizieren und Ältesten, die an ihn herantraten, sprach Jesus: "Wie gegen einen Rebellen seid ihr ausgezogen mit Schwertern und Knütteln.
53
T├Ąglich war ich bei euch im Tempel, und ihr habt die H├Ąnde nicht ausgestreckt nach mir; aber das ist eure Stunde und die Macht der Finsternis."
54
Sie nahmen ihn fest und f├╝hrten ihn ab und brachten ihn in das Haus des Hohenpriesters; Petrus aber folgte von ferne.
55
Und als sie in der Mitte des Hofes ein Feuer anz├╝ndeten und sich zusammensetzten, setzte sich Petrus unter sie.
56
Da sah ihn eine Magd im Feuerschein sitzen, schaute ihn genau an und sagte: "Auch dieser war bei ihm."
57
Er aber leugnete und sprach: "Frau, ich kenne ihn nicht!"
58
Kurz darauf sah ihn ein anderer und sagte: "Auch du bist einer von ihnen!" Petrus aber sprach: "Mensch, ich bin es nicht!"
59
Nach einer Stunde etwa behauptete mit Nachdruck ein anderer: "In Wahrheit, auch dieser war bei ihm; ist doch auch er ein Galil├Ąer."
60
Petrus aber erwiderte: "Mensch, ich wei├č nicht, was du sprichst." Und im Augenblick, da er noch redete, kr├Ąhte ein Hahn.
61
Da wandte sich der Herr um, blickte Petrus an, und Petrus erinnerte sich des Wortes des Herrn, da er zu ihm gesagt hatte: "Ehe der Hahn heute kr├Ąht, wirst du mich dreimal verleugnen."
62
Und er ging hinaus und weinte bitterlich.
63
Die M├Ąnner, die Jesus bewachten, trieben ihren Spott mit ihm; sie schlugen ihn,
64
verh├╝llten dabei sein Antlitz und fragten ihn: "Weissage, wer ist es, der dich schlug?"
65
Und noch viele andere Schm├Ąhungen stie├čen sie gegen ihn aus.
66
Als es Tag wurde, versammelte sich die ├ältestenschaft des Volkes, Hohepriester und Schriftgelehrte, lie├čen ihn vor ihr Synedrium f├╝hren
67
und sagten: "Bist du der Messias, so sage es uns!" Er sprach zu ihnen: "Wenn ich es euch sage, werdet ihr nicht glauben;
68
wenn ich frage, werdet ihr mir nicht Antwort geben.
69
Von nun an aber wird der Menschensohn zur "Rechten der Kraft Gottes sitzen"" (Ps 110,1).
70
Da riefen alle: "Du bist also der Sohn Gottes?" Er antwortete ihnen: "Ihr sagt es; ich bin es!"
71
Sie aber riefen: "Was brauchen wir noch ein Zeugnis? Wir haben es selber geh├Ârt aus seinem Munde."
   

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