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Schluesselgeschichten -61 Tage - DE_ELBERFELDERBIBEL1905 - Tag 9 | Bibel-lesen.com

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  • Philipper 1-4  

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Tag 8 Tag 9Tag 10
Ruth kapitel 1
1
Und es geschah in den Tagen, als die Richter richteten, da entstand eine Hungersnot im Lande. Und ein Mann von Bethlehem-Juda zog hin, um sich in den Gefilden Moabs aufzuhalten, er und sein Weib und seine beiden S├Âhne.
2
Und der Name des Mannes war Elimelech, und der Name seines Weibes Noomi, und die Namen seiner beiden S├Âhne Machlon und Kiljon, Ephratiter von Bethlehem-Juda. Und sie kamen in die Gefilde Moabs und blieben daselbst.
3
Und Elimelech, der Mann Noomis, starb: und sie blieb mit ihren beiden S├Âhnen ├╝brig.
4
Und sie nahmen sich moabitische Weiber: der Name der einen war Orpa, und der Name der anderen Ruth; und sie wohnten daselbst bei zehn Jahren.
5
Da starben auch die beiden, Machlon und Kiljon; und das Weib blieb allein ├╝brig von ihren beiden S├Âhnen und von ihrem Manne.
6
Und sie machte sich auf, sie und ihre Schwiegert├Âchter, und kehrte aus den Gefilden Moabs zur├╝ck; denn sie hatte im Gefilde Moabs geh├Ârt, da├č Jehova sein Volk heimgesucht habe, um ihnen Brot zu geben.
7
Und sie zog aus von dem Orte, wo sie gewesen war, und ihre beiden Schwiegert├Âchter mit ihr; und sie zogen des Weges, um in das Land Juda zur├╝ckzukehren.
8
Da sprach Noomi zu ihren beiden Schwiegert├Âchtern: Gehet, kehret um, eine jede zum Hause ihrer Mutter. Jehova erweise G├╝te an euch, so wie ihr sie an den Verstorbenen und an mir erwiesen habt.
9
Jehova gebe euch, da├č ihr Ruhe findet, eine jede in dem Hause ihres Mannes! Und sie k├╝├čte sie. Und sie erhoben ihre Stimme und weinten;
10
und sie sprachen zu ihr: Doch, wir wollen mit dir zu deinem Volke zur├╝ckkehren!
11
Und Noomi sprach: Kehret um, meine T├Âchter! Warum wolltet ihr mit mir gehen? Habe ich noch S├Âhne in meinem Leibe, da├č sie euch zu M├Ąnnern werden k├Ânnten?
12
Kehret um, meine T├Âchter, gehet; denn ich bin zu alt, um eines Mannes zu werden. Wenn ich spr├Ąche: Ich habe Hoffnung; wenn ich selbst diese Nacht eines Mannes w├╝rde und sogar S├Âhne geb├Ąren sollte:
13
wolltet ihr deshalb warten, bis sie gro├č w├╝rden? Wolltet ihr deshalb euch abschlie├čen, da├č ihr keines Mannes w├╝rdet? Nicht doch, meine T├Âchter! Denn mir ergeht es viel bitterer als euch; denn die Hand Jehovas ist wider mich ausgegangen.
14
Da erhoben sie ihre Stimme und weinten wiederum. Und Orpa k├╝├čte ihre Schwiegermutter; Ruth aber hing ihr an.
15
Und sie sprach: Siehe, deine Schw├Ągerin ist zu ihrem Volke und zu ihren G├Âttern zur├╝ckgekehrt; kehre um, deiner Schw├Ągerin nach!
16
Aber Ruth sprach: Dringe nicht in mich, dich zu verlassen, hinter dir weg umzukehren; denn wohin du gehst, will ich gehen, und wo du weilst, will ich weilen; dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott;
17
wo du stirbst, will ich sterben, und daselbst will ich begraben werden. So soll mir Jehova tun und so hinzuf├╝gen, nur der Tod soll scheiden zwischen mir und dir!
18
Und als sie sah, da├č sie fest darauf bestand, mit ihr zu gehen, da lie├č sie ab, ihr zuzureden.
19
Und so gingen beide, bis sie nach Bethlehem kamen. Und es geschah, als sie nach Bethlehem kamen, da geriet die ganze Stadt ihretwegen in Bewegung, und sie sprachen: Ist das Noomi?
20
Und sie sprach zu ihnen: Nennet mich nicht Noomi, nennet mich Mara; denn der Allm├Ąchtige hat es mir sehr bitter gemacht.
21
Voll bin ich gegangen, und leer hat mich Jehova zur├╝ckkehren lassen. Warum nennet ihr mich Noomi, da Jehova gegen mich gezeugt, und der Allm├Ąchtige mir ├ťbles getan hat?
22
Und so kehrte Noomi zur├╝ck, und Ruth, die Moabitin, ihre Schwiegertochter, mit ihr, welche aus den Gefilden Moabs zur├╝ckkehrte; und sie kamen nach Bethlehem beim Beginn der Gerstenernte.
Ruth kapitel 2
1
Und Noomi hatte einen Verwandten ihres Mannes, einen verm├Âgenden Mann, aus dem Geschlecht Elimelechs, und sein Name war Boas.
2
Und Ruth, die Moabitin, sprach zu Noomi: La├č mich doch aufs Feld gehen und unter den ├ähren lesen hinter dem her, in dessen Augen ich Gnade finden werde. Und sie sprach zu ihr: Gehe hin, meine Tochter.
3
Und sie ging hin und kam und las auf dem Felde hinter den Schnittern her; und sie traf zuf├Ąllig das Feldst├╝ck des Boas, der aus dem Geschlecht Elimelechs war.
4
Und siehe, Boas kam von Bethlehem und sprach zu den Schnittern: Jehova sei mit euch! Und sie sprachen zu ihm: Jehova segne dich!
5
Und Boas sprach zu seinem Knechte, der ├╝ber die Schnitter bestellt war: Wem geh├Ârt dieses M├Ądchen?
6
Und der Knecht, der ├╝ber die Schnitter bestellt war, antwortete und sprach: Es ist ein moabitisches M├Ądchen, das mit Noomi aus den Gefilden Moabs zur├╝ckgekehrt ist;
7
und sie sprach: La├č mich doch auflesen und unter den Garben sammeln hinter den Schnittern her! Und so ist die gekommen und dageblieben vom Morgen an bis jetzt; was sie im Hause gesessen hat, ist wenig.
8
Und Boas sprach zu Ruth: H├Ârst du, meine Tochter? Gehe nicht, um auf einem anderen Felde aufzulesen, und gehe auch nicht von hinnen, sondern halte dich hier zu meinen M├Ągden.
9
Deine Augen seien auf das Feld gerichtet, welches man schneidet, und gehe hinter ihnen her; habe ich nicht den Knaben geboten, dich nicht anzutasten? Und wenn dich d├╝rstet, so gehe zu den Gef├Ą├čen und trinke von dem, was die Knaben sch├Âpfen.
10
Da fiel sie auf ihr Angesicht und beugte sich zur Erde nieder und sprach zu ihm: Warum habe ich Gnade gefunden in deinen Augen, da├č du mich beachtest, da ich doch eine Fremde bin?
11
Und Boas antwortete und sprach zu ihr: Es ist mir alles wohl berichtet worden, was du an deiner Schwiegermutter getan hast nach dem Tode deines Mannes, indem du deinen Vater und deine Mutter und das Land deiner Geburt verlassen hast und zu einem Volke gezogen bist, das du fr├╝her nicht kanntest.
12
Jehova vergelte dir dein Tun, und voll sei dein Lohn von Jehova, dem Gott Israels, unter dessen Fl├╝geln Zuflucht zu suchen du gekommen bist!
13
Und sie sprach: M├Âge ich Gnade finden in deinen Augen, mein Herr! Denn du hast mich getr├Âstet und hast zum Herzen deiner Magd geredet, und doch bin ich nicht wie eine deiner M├Ągde.
14
Und Boas sprach zu ihr zur Zeit des Essens: Tritt hierher, und i├č von dem Brote und tunke deinen Bissen in den Essig. Da setzte sie sich zur Seite der Schnitter; und er reichte ihr ger├Âstete K├Ârner, und sie a├č und wurde satt und lie├č ├╝brig.
15
Und sie stand auf, um aufzulesen; und Boas gebot seinen Knaben und sprach: Auch zwischen den Garben mag sie auflesen, und ihr sollt sie nicht besch├Ąmen;
16
und auch sollt ihr selbst aus den Bündeln Ähren für sie herausziehen und sie liegen lassen, damit sie sie auflese, und sollt sie nicht schelten.
17
Und sie las auf dem Felde auf bis zum Abend, und sie schlug aus, was sie aufgelesen hatte, und es war bei einem Epha Gerste.
18
Und sie nahm es auf und kam in die Stadt, und ihre Schwiegermutter sah, was sie aufgelesen hatte; und sie zog hervor und gab ihr, was sie ├╝briggelassen, nachdem sie sich ges├Ąttigt hatte.
19
Da sprach ihre Schwiegermutter zu ihr: Wo hast du heute aufgelesen, und wo hast du gearbeitet? Gesegnet sei, der dich beachtet hat! Und sie tat ihrer Schwiegermutter kund, bei wem sie gearbeitet hatte, und sprach: Der Name des Mannes, bei dem ich heute gearbeitet habe, ist Boas.
20
Da sprach Noomi zu ihrer Schwiegertochter: Gesegnet sei er von Jehova, dessen G├╝te nicht abgelassen hat von den Lebenden und von den Toten! Und Noomi sprach zu ihr: Der Mann ist uns nahe verwandt, er ist einer von unseren Blutsverwandten.
21
Und Ruth, die Moabitin, sprach: Er hat auch zu mir gesagt: Du sollst dich zu meinen Leuten halten, bis sie meine ganze Ernte beendigt haben.
22
Und Noomi sprach zu Ruth, ihrer Schwiegertochter: Es ist gut, meine Tochter, da├č du mit seinen M├Ągden ausgehst, da├č man dich nicht anfalle auf einem anderen Felde.
23
Und so hielt sie sich zu den M├Ągden des Boas, um aufzulesen, bis die Gerstenernte und die Weizenernte beendigt waren. Und sie wohnte bei ihrer Schwiegermutter.
Ruth kapitel 3
1
Und Noomi, ihre Schwiegermutter, sprach zu ihr: Meine Tochter, sollte ich dir nicht Ruhe suchen, da├č es dir wohl gehe?
2
Und nun, ist nicht Boas, bei dessen M├Ągden du gewesen bist, unser Verwandter? Siehe, er worfelt diese Nacht auf der Gerstentenne.
3
So bade dich und salbe dich und lege deine Kleider an, und gehe zur Tenne hinab; la├č dich nicht von dem Manne bemerken, bis er fertig ist mit Essen und Trinken.
4
Und es geschehe, wenn er sich niederlegt, so merke den Ort, wo er sich hinlegt, und gehe und decke auf zu seinen F├╝├čen und lege dich hin; er aber wird dir kundtun, was du tun sollst.
5
Und sie sprach zu ihr: Alles, was du sagst, will ich tun.
6
Und sie ging zur Tenne hinab und tat nach allem, was ihre Schwiegermutter ihr geboten hatte.
7
Und Boas a├č und trank, und sein Herz wurde fr├Âhlich; und er kam, um sich an dem Ende des Getreidehaufens niederzulegen. Da kam sie leise und deckte zu seinen F├╝├čen auf und legte sich hin.
8
Und es geschah um Mitternacht, da schrak der Mann auf und beugte sich hin: und siehe, ein Weib lag zu seinen F├╝├čen.
9
Und er sprach: Wer bist du? Und sie sprach: Ich bin Ruth, deine Magd; so breite deine Fl├╝gel aus ├╝ber deine Magd, denn du bist ein Blutsverwandter.
10
Und er sprach: Gesegnet seiest du von Jehova, meine Tochter! Du hast deine letzte G├╝te noch besser erwiesen als die erste, indem du nicht den J├╝nglingen nachgegangen bist, sei es armen oder reichen.
11
Und nun, meine Tochter, f├╝rchte dich nicht! Alles, was du sagst, werde ich dir tun; denn das ganze Tor meines Volkes wei├č, da├č du ein wackeres Weib bist.
12
Und nun, wahrlich, ich bin ein Blutsverwandter; doch ist auch ein n├Ąherer Blutsverwandter da als ich.
13
Bleibe diese Nacht; und es soll am Morgen geschehen, wenn er dich l├Âsen will, gut, so mag er l├Âsen; wenn er aber keine Lust hat, dich zu l├Âsen, so werde ich dich l├Âsen, so wahr Jehova lebt! Liege bis zum Morgen.
14
Und sie lag zu seinen F├╝├čen bis zum Morgen; und sie stand auf, ehe einer den anderen erkennen konnte; denn er sprach: Es werde nicht kund, da├č ein Weib auf die Tenne gekommen ist!
15
Und er sprach: Gib den Mantel her, den du anhast, und halte ihn. Und sie hielt ihn, und er ma├č sechs Ma├č Gerste und legte sie ihr auf; und er ging in die Stadt.
16
Und sie kam zu ihrer Schwiegermutter; und sie sprach: Wie steht es mit dir, meine Tochter? Und sie berichtete ihr alles, was der Mann ihr getan hatte, und sprach:
17
Diese sechs Ma├č Gerste gab er mir, denn er sagte: Du sollst nicht leer zu deiner Schwiegermutter kommen.
18
Und sie sprach: Bleibe, meine Tochter, bis du wei├čt, wie die Sache ausf├Ąllt; denn der Mann wird nicht ruhen, er habe denn die Sache heute zu Ende gef├╝hrt.
Ruth kapitel 4
1
Und Boas ging zum Tore hinauf und setzte sich daselbst. Und siehe, der Blutsverwandte ging vor├╝ber, von dem Boas geredet hatte. Da sprach er: Komm her, setze dich hierher, du, der und der. Und er kam herzu und setzte sich.
2
Und Boas nahm zehn M├Ąnner von den ├ältesten der Stadt und sprach: Setzet euch hierher; und sie setzten sich.
3
Und er sprach zu dem Blutsverwandten: Noomi, die aus dem Gefilde Moabs zur├╝ckgekehrt ist, verkauft das Feldst├╝ck, welches unserem Bruder Elimelech geh├Ârte;
4
so habe ich nun gedacht, ich wolle es deinem Ohr er├Âffnen und dir sagen: Kaufe es vor den Einwohnern und vor den ├ältesten meines Volkes. Wenn du l├Âsen willst, l├Âse, und wenn du nicht l├Âsen willst, so tue mir's kund, da├č ich es wisse; denn da ist niemand au├čer dir zum L├Âsen, und ich komme nach dir. Und er sprach: Ich will l├Âsen.
5
Da sprach Boas: An dem Tage, da du das Feld aus der Hand Noomis kaufst, hast du es auch von Ruth, der Moabitin, dem Weibe des Verstorbenen, gekauft, um den Namen des Verstorbenen auf seinem Erbteil zu erwecken.
6
Da sprach der Blutsverwandte: Ich kann nicht f├╝r mich l├Âsen, da├č ich mein Erbteil nicht verderbe. L├Âse du f├╝r dich, was ich l├Âsen sollte, denn ich kann nicht l├Âsen.
7
Dies aber geschah vordem in Israel bei einer L├Âsung und bei einem Tausche, um jede Sache zu best├Ątigen: Der eine zog seinen Schuh aus und gab ihn dem anderen; und das war die Art der Bezeugung in Israel.
8
Und der Blutsverwandte sprach zu Boas: Kaufe f├╝r dich! Und er zog seinen Schuh aus.
9
Da sprach Boas zu den ├ältesten und zu allem Volke: Ihr seid heute Zeugen, da├č ich aus der Hand Noomis alles gekauft habe, was Elimelech, und alles, was Kiljon und Machlon geh├Ârte;
10
und auch Ruth, die Moabitin, das Weib Machlons, habe ich mir zum Weibe gekauft, um den Namen des Verstorbenen auf seinem Erbteil zu erwecken, da├č nicht der Name des Verstorbenen ausgerottet werde unter seinen Br├╝dern und aus dem Tore seines Ortes. Ihr seid heute Zeugen!
11
Und alles Volk, das im Tore war, und die ├ältesten sprachen: Wir sind Zeugen! Jehova mache das Weib, das in dein Haus kommt, wie Rahel und wie Lea, welche beide das Haus Israel erbaut haben; und werde m├Ąchtig in Ephrata und stifte einen Namen in Bethlehem!
12
Und von dem Samen, den Jehova dir von diesem jungen Weibe geben wird, werde dein Haus wie das Haus des Perez, welchen Tamar dem Juda geboren hat!
13
Und Boas nahm Ruth, und sie wurde sein Weib, und er ging zu ihr ein; und Jehova verlieh ihr Schwangerschaft und sie gebar einen Sohn.
14
Und sie Weiber sprachen zu Noomi: Gepriesen sei Jehova, der es dir heute nicht hat fehlen lassen an einem L├Âser! Und sein Name werde ger├╝hmt in Israel!
15
Und er wird dir ein Erquicker der Seele sein und ein Versorger deines Alters! Denn deine Schwiegertochter, die dich liebt, hat ihn geboren, sie, die dir besser ist als sieben S├Âhne.
16
Und Noomi nahm das Kind und legte es auf ihren Scho├č und wurde seine W├Ąrterin.
17
Und die Nachbarinnen gaben ihm einen Namen, indem sie sprachen: Ein Sohn ist der Noomi geboren! Und sie gaben ihm den Namen Obed. Er ist der Vater Isais, des Vaters Davids.
18
Und dies sind die Geschlechter des Perez: Perez zeugte Hezron,
19
und Hezron zeugte Ram, und Ram zeugte Amminadab,
20
und Amminadab zeugte Nachschon, und Nachschon zeugte Salma,
21
und Salmon zeugte Boas, und Boas zeugte Obed,
22
und Obed zeugte Isai, und Isai zeugte David.
   

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